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Goldpreis pro Gramm — und was 100 g und 1 kg heute kosten

Aktueller Goldpreis je Gramm, 100 Gramm, Unze und Kilo — als Tabelle und Chart, mit dem Unterschied zwischen Spotkurs und dem, was Sie tatsächlich zahlen.

Dr. Katharina Meier
Dr. Katharina Meier · Leiterin Research & Analyse
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Wer wissen will, was Gold kostet, sucht selten nach der Feinunze. Gesucht wird nach dem Gramm, nach hundert Gramm, nach dem Kilobarren — also nach der Einheit, die man tatsächlich kaufen oder verkaufen will. Die Unze ist die Einheit des Weltmarkts, nicht die des Käufers.

Diese Seite rechnet den aktuellen Goldkurs auf alle gängigen Einheiten um, zeigt die Entwicklung der letzten Monate und erklärt den Punkt, an dem die meisten Rechnungen schiefgehen: Der Kurs, den Sie hier sehen, ist nicht der Preis, den Sie im Laden zahlen.

Goldpreis nach Gewicht

Reiner Materialwert zum Spotkurs · Stand: 06.09.2026, 23:02 Uhr · Quelle: gold.de

EinheitGoldpreis
1 Gramm122,63 €
5 Gramm613,15 €
10 Gramm1.226 €
20 Gramm2.453 €
1 Unze (31,1 g)3.814 €
50 Gramm6.132 €
100 Gramm12.263 €
250 Gramm30.658 €
500 Gramm61.315 €
1 Kilogramm122.630 €

Der Spotkurs ist der reine Materialwert. Beim Kauf kommt eine Präge- und Handelsspanne hinzu, beim Verkauf wird sie abgezogen — bei kleinen Einheiten anteilig deutlich mehr als bei großen. Was das konkret bedeutet, steht weiter unten.

Die wichtigsten Kennzahlen auf einen Blick

je Gramm

122,63 €

je Unze

3.814 €

30 Tage

+1,5 %

12 Monate

+23,1 %

52-Wochen-Spanne je Gramm

99,35 € – 146,67 €

Der Grammpreis ist die Zahl, mit der sich am einfachsten rechnen lässt. Alles andere ergibt sich daraus: Zehn Gramm sind das Zehnfache, ein Kilobarren das Tausendfache. Die Feinunze — 31,1035 Gramm — ist historisch gewachsen und bleibt die Einheit, in der der Weltmarkt notiert.

Goldpreis-Entwicklung: die letzten Monate

Goldpreis je Gramm in Euro

Aug. 25 bis Sept. 26 · Stand: 06.09.2026, 23:02 Uhr · Quelle: gold.de

8090100110120130140150160Aug. 25Okt. 25Jan. 26Apr. 26Juli 26

Tageswerte, ein Punkt je Handelstag. Die Kurve zeigt den Spotkurs, nicht den Preis eines konkreten Barrens oder einer Münze.

Der Chart zeigt Tageswerte des Spotkurses in Euro je Gramm. Für deutsche Käufer ist das die relevante Perspektive: Wer in Euro kauft, trägt neben der Goldpreisbewegung auch die Bewegung des Euro-Dollar-Kurses. Ein in Dollar unveränderter Goldpreis kann in Euro trotzdem steigen oder fallen.

Was aus diesen Bewegungen für die kommenden Monate folgt — und was die Bankhäuser dazu sagen — steht in unserer Goldpreis-Prognose. Diese Seite hier beantwortet die andere Frage: Was kostet Gold jetzt, in der Einheit, die Sie brauchen.

Warum kleine Einheiten pro Gramm teurer sind

Das ist der häufigste Rechenfehler beim Goldkauf. Der Spotkurs gilt für das Metall — nicht für das fertige Produkt. Zwischen beiden liegt eine Handelsspanne, und die verhält sich nicht proportional zum Gewicht.

Prägen, verpacken, zertifizieren, versichern, lagern, handeln: Diese Kosten fallen pro Barren an, fast unabhängig davon, ob er ein Gramm oder ein Kilo wiegt. Bei einem Ein-Gramm-Barren verteilen sie sich auf ein Gramm. Bei einem Kilobarren auf tausend.

Dem steht ein praktisches Argument entgegen: Kleine Einheiten sind teilbar. Wer einen Kilobarren besitzt und ein Zehntel davon zu Geld machen möchte, muss den ganzen Barren verkaufen. Wer zehn 100-Gramm-Barren hält, verkauft einen.

Die Antwort hängt also davon ab, wofür das Gold da ist. Als langfristiger Wertspeicher, der nicht angetastet werden soll, sprechen die Kosten klar für große Einheiten. Als Reserve, die in Teilen verfügbar sein soll, kauft man die Teilbarkeit mit einem höheren Grammpreis — bewusst und mit offener Rechnung. Wie wir das im Einzelfall aufschlüsseln, steht unter Edelmetalle kaufen.

Spotkurs, Ankauf, Verkauf: drei verschiedene Zahlen

Für eine belastbare Rechnung braucht es drei Preise, nicht einen:

  • Der Spotkurs ist der Weltmarktpreis für das reine Metall. Das ist die Zahl auf dieser Seite.
  • Der Kaufpreis ist der Spotkurs plus Handelsspanne. Das ist, was Sie zahlen.
  • Der Ankaufspreis ist der Spotkurs minus Handelsspanne. Das ist, was Sie beim Verkauf bekommen.

Die Differenz zwischen Kauf- und Ankaufspreis ist die eigentliche Kostenkennzahl. Sie beschreibt, um wie viel der Goldpreis steigen muss, damit ein Verkauf überhaupt kostendeckend ist. Bei einem Kilobarren sind das wenige Prozent, bei Kleinsteinheiten deutlich mehr.

Wer diese Spanne nicht kennt, vergleicht Angebote an der falschen Stelle. Ein Händler mit niedrigem Kaufpreis und schlechtem Ankaufspreis ist teurer als einer mit umgekehrtem Profil — sichtbar wird das erst beim Verkauf, also Jahre später.

Was den Goldpreis tatsächlich bewegt

Der Kurs auf dieser Seite ist ein Euro-Preis. Er entsteht aus zwei Bewegungen, die sich überlagern und die man auseinanderhalten muss, um die Zahl zu verstehen.

Der Weltmarktpreis in Dollar. Gold notiert international in US-Dollar je Feinunze. Was ihn bewegt, lässt sich auf wenige Kräfte eingrenzen:

  • Realzinsen. Gold zahlt keine Zinsen. Wenn andere sichere Anlagen nach Abzug der Teuerung ordentlich verzinsen, ist der Verzicht darauf teuer und Gold verliert an Attraktivität. Sinken die Realzinsen oder werden sie negativ, kehrt sich das um. Historisch ist das der stärkste einzelne Zusammenhang.
  • Zentralbankkäufe. Notenbanken halten Gold als Währungsreserve. Seit einigen Jahren kaufen vor allem Staaten außerhalb des westlichen Währungsraums in erheblichem Umfang — eine Nachfrage, die nicht auf Kursbewegungen reagiert, sondern auf politische Erwägungen.
  • Krisenlagen. Kriege, Bankenkrisen und Zweifel an der Zahlungsfähigkeit von Staaten treiben kurzfristig Kapital in Gold. Diese Ausschläge sind heftig, aber selten dauerhaft.
  • Förderung und Recycling. Das jährlich neu verfügbare Gold verändert sich nur langsam. Auf der Angebotsseite passiert wenig Überraschendes — der Preis wird fast ausschließlich über die Nachfrage gemacht.

Der Euro-Dollar-Kurs. Für deutsche Käufer kommt diese zweite Ebene dazu. Ein schwächerer Euro verteuert Gold in Euro, auch wenn der Dollarpreis unverändert bleibt. Umgekehrt kann ein steigender Goldpreis in Dollar bei gleichzeitig starkem Euro hierzulande verpuffen.

Deshalb weichen deutsche Goldcharts regelmäßig von den internationalen ab. Wer Kursverläufe vergleicht, muss wissen, in welcher Währung sie gerechnet sind — sonst vergleicht er zwei verschiedene Dinge.

Wer statt eines Barrens eine Anlagemünze in Betracht zieht, findet dieselbe Rechnung für die verbreitetste Goldmünze unter Krügerrand: aktueller Wert — inklusive der Frage, warum die Münze mehr wiegt als ihr Goldinhalt.

Angebote richtig vergleichen

Der Spotkurs ist überall gleich. Unterschiede zwischen Händlern entstehen erst danach — und dort lohnt der Blick:

  1. Kauf- und Ankaufspreis zusammen betrachten. Ein niedriger Kaufpreis bei gleichzeitig schwachem Ankaufspreis ist teurer als das umgekehrte Angebot. Erst die Spanne zwischen beiden zeigt die tatsächlichen Kosten.
  2. Auf dieselbe Einheit vergleichen. Der Grammpreis eines 100-Gramm-Barrens ist mit dem eines Kilobarrens nicht vergleichbar. Zwei Angebote sind nur bei identischer Einheit und identischem Hersteller gegenüberzustellen.
  3. Versand, Versicherung und Lagerung einrechnen. Diese Posten stehen oft nicht im Preis. Bei kleinen Beträgen können sie den Unterschied zwischen zwei Angeboten übersteigen.
  4. Die Lieferzeit prüfen. Ein Preis, der erst in acht Wochen erfüllt wird, ist ein anderer Preis — der Kurs bis dahin ist offen, sofern nicht fest zugesichert.
  5. Nach der Rücknahme fragen, bevor man kauft. Ob ein Händler die von ihm verkaufte Ware später zurücknimmt und zu welchen Bedingungen, entscheidet über die Verwertbarkeit — und lässt sich nur vorher klären.

Steuer: die Regel, die Gold von anderen Sachwerten unterscheidet

Anlagegold ist in Deutschland von der Umsatzsteuer befreit. Das gilt für Barren ab einem Feingehalt von 995 Tausendsteln und für Goldmünzen, die die Kriterien für Anlagegold erfüllen. Der ausgewiesene Preis ist damit der Endpreis.

Beim Verkauf gilt die Spekulationsfrist: Wer physisches Gold länger als ein Jahr hält, verkauft den Wertzuwachs steuerfrei. Innerhalb des ersten Jahres ist der Wertzuwachs steuerpflichtig, sofern die Freigrenze für private Veräußerungsgeschäfte überschritten wird.

Silber und Platin sind hier anders gestellt — beide unterliegen der Umsatzsteuer. Der Vergleich zwischen den Metallen steht unter Gold oder Silber.

Wie diese Zahlen zustande kommen

Stand: 06.09.2026, 23:02 Uhr · Quelle: gold.de · Angaben in EUR · Gold

Die Kurse auf dieser Seite stammen vom deutschen Marktdatenanbieter gold.de und werden stündlich übernommen. Sie bilden den Spotkurs für Anlagegold in Euro ab — nicht den Preis eines bestimmten Barrens, nicht ein Angebot und keine Ankaufszusage.

Was der Goldpreis über das Metall nicht verrät

Der Kurs beantwortet eine Frage: Was ist ein Gramm heute wert. Er beantwortet nicht, welche Aufgabe Gold in einem Vermögen übernimmt.

Gold zahlt keine Zinsen und schüttet nichts aus. Sein Beitrag liegt woanders: Es ist ein Wert ohne Gegenpartei. Kein Emittent kann ausfallen, keine Bank muss zahlungsfähig bleiben, kein Register muss den Eintrag bewahren. In einem Vermögen, das ansonsten aus Forderungen an Dritte besteht — Guthaben, Anleihen, Policen —, ist das eine eigene Kategorie.

Diese Eigenschaft hat einen Preis: Zwischen 2013 und 2019 bewegte sich Gold jahrelang seitwärts, während andere Anlagen deutlich zulegten. Wer Gold hält, kauft Verlässlichkeit, nicht Tempo. Die Argumente in beide Richtungen haben wir unter Gold: Vor- und Nachteile ohne Beschönigung zusammengestellt, und die Einordnung neben den übrigen Metallen steht unter Edelmetalle als Wertanlage.

Häufige Fragen zum Goldpreis pro Gramm

Was kostet 1 Gramm Gold? Den tagesaktuellen Betrag zeigt die Tabelle oben. Es handelt sich um den Spotkurs; der Kaufpreis eines Ein-Gramm-Barrens liegt spürbar darüber.

Was kosten 100 Gramm Gold? Das Hundertfache des Grammkurses, ebenfalls in der Tabelle. Ein einzelner 100-Gramm-Barren ist dabei günstiger als zehn Zehn-Gramm-Barren.

Was kostet ein Kilo Gold? Das Tausendfache des Grammkurses. Der Kilobarren hat die niedrigste Handelsspanne aller Einheiten.

Warum weichen die Preise verschiedener Händler voneinander ab? Weil der Spotkurs überall gleich ist, die Handelsspanne aber nicht. Vergleichbar werden Angebote erst, wenn man Kauf- und Ankaufspreis gemeinsam betrachtet.

Lohnt sich der Kauf bei diesem Kursniveau? Das lässt sich aus dem Kurs allein nicht beantworten. Entscheidend ist, welchen Anteil eines Vermögens ein zinsloser, krisenfester Wertspeicher ausmachen soll — und dieser Anteil verändert sich mit dem Kurs nicht.

Wie ein Kauf bei uns abläuft, von der ersten Frage bis zur Einlagerung oder Auslieferung, steht transparent unter Ablauf.

Über den Autor

Dr. Katharina Meier

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Leiterin Research & Analyse

Die promovierte Finanzökonomin bringt analytische Strenge in die Bewertung von Sachwerten ein.

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