Vermögensschutz
Vermögen vor Inflation schützen
Was 2026 wirklich funktioniert


2,1% Inflation. 2,8% Festgeld. Sie machen gerade so Null.
Das ist die Realität im Februar 2026: Die Inflation liegt bei 2,1%, die besten Festgeld-Angebote bei deutschen Banken bringen Ihnen etwa 2,8% pro Jahr. Nach Steuern bleiben Ihnen vielleicht 2% – Sie treten auf der Stelle.
Aber warten Sie. Das ist das gute Szenario.
Die 2,1% sind der offizielle Wert. Wenn Sie in München oder Frankfurt leben, wenn Sie Kinder haben die studieren sollen, wenn Sie gerne reisen – Ihre persönliche Inflation liegt wahrscheinlich bei 4-5%. Da verlieren Sie mit jedem Monat Kaufkraft.
Ein Mandant aus Stuttgart, Orthopäde mit eigener Praxis, 56 Jahre alt, saß vor sechs Monaten bei uns. 1,2 Millionen Euro auf Tages- und Festgeldkonten. Sein Bankberater hatte ihm gratuliert: "Sie haben ja alles sicher angelegt."
Sicher vor was?
In den letzten drei Jahren hatte er real – also inflationsbereinigt – etwa 95.000 Euro verloren. Nicht durch einen Crash, nicht durch schlechte Entscheidungen. Einfach nur durch das Nichtstun, das sein Berater "sichere Anlage" nannte.
Die unbequeme Mathematik des Kaufkraftverlusts
Lassen Sie uns konkret werden. Bei 500.000 Euro auf dem Konto passiert Folgendes:
| Jahr | Bei 2% realer Inflation | Bei 4% realer Inflation |
|---|---|---|
| Nach 5 Jahren | 452.000 € Kaufkraft | 411.000 € Kaufkraft |
| Nach 10 Jahren | 410.000 € Kaufkraft | 338.000 € Kaufkraft |
| Nach 20 Jahren | 336.000 € Kaufkraft | 228.000 € Kaufkraft |
Bei 4% realer Inflation verlieren Sie in 20 Jahren mehr als die Hälfte Ihrer Kaufkraft. Aus Ihrer halben Million werden 228.000 Euro – und niemand hat Sie bestohlen. Die Inflation hat das erledigt, still und leise, während Ihr Bankberater Ihnen sagte, Ihr Geld sei sicher.
Ein Unternehmer aus Hamburg, 61, Exit aus seinem Maschinenbauunternehmen, 3,2 Millionen auf der Bank. "Was soll ich machen, Aktien sind mir zu unsicher." Also blieb alles auf dem Konto. In drei Jahren hat er real etwa 250.000 Euro verloren. Ein Viertel Million – einfach weg.
Das ist der Preis der falschen Sicherheit.
Warum Ihr Bankberater Ihnen nicht hilft
Hier ist eine unbequeme Wahrheit: Ihre Bank verdient kein Geld damit, dass Sie Ihr Vermögen schützen. Sie verdient Geld damit, dass Sie es bei ihr lassen.
Das ist kein Vorwurf – das ist ihr Geschäftsmodell. Aber es erklärt, warum der Rat meistens lautet: "Lassen Sie es doch einfach auf dem Festgeld." Oder: "Wir haben da einen schönen Fonds für Sie." Einen Fonds, an dem die Bank verdient, nicht Sie.
Was die meisten Bankberater nicht vorschlagen:
- Physische Sachwerte außerhalb des Bankensystems
- Vermögenswerte in anderen Jurisdiktionen
- Strategien, die der Bank kein Geld bringen
Das soll nicht heißen, dass alle Bankberater schlecht sind. Aber ihre Anreize sind nicht mit Ihren Interessen aligned. Das sollten Sie wissen, bevor Sie ihren Empfehlungen folgen.
Was wohlhabende Familien anders machen
In unserer Beratungspraxis sehen wir einen klaren Unterschied zwischen Mandanten, die ihr Vermögen erhalten, und denen, die es schleichend verlieren.
Die Unterschiede:
1. Sie denken in Kaufkraft, nicht in Euro-Beträgen
Eine Steuerberaterin aus Düsseldorf, 52, kam 2023 zu uns. Ihr Satz, der mir in Erinnerung geblieben ist: "Mir ist egal ob auf dem Konto 2 Millionen oder 1,5 Millionen steht. Mir ist wichtig, was ich mir in 20 Jahren davon kaufen kann."
Das ist der richtige Denkrahmen. Nicht der Kontostand zählt, sondern die Kaufkraft.
2. Sie halten 30-50% in Sachwerten
Nicht 5%, nicht 10%. Dreißig bis fünfzig Prozent des liquiden Vermögens in physischen Werten, die außerhalb des Bankensystems existieren.
- Physisches Gold (Barren, Münzen)
- Hochwertige Farbedelsteine
- Seltene Uhren (Patek Philippe, Rolex Daytona)
- In manchen Fällen: Kunst, Oldtimer, Wein
Der Schlüssel: Diese Werte korrelieren nicht mit Aktienmärkten oder Zinsentscheidungen der EZB. Wenn alles andere fällt, halten sie.
3. Sie verteilen geografisch
Ein Rechtsanwalt aus München, spezialisiert auf Insolvenzrecht, hat mir mal erklärt, warum er 40% seines Vermögens außerhalb der EU hält: "Ich sehe jeden Tag, wie schnell Vermögen verschwinden kann. Nicht durch Fehler, sondern durch Pech. Ein Klumpenrisiko ist kein Risiko, das ich eingehe."
Klug gedacht. Wenn Ihr gesamtes Vermögen in einem Land, einer Währung, einem Bankensystem steckt, sind Sie verwundbar. Nicht paranoid – realistisch.
Die Optionen: Ein ehrlicher Vergleich
Welche Optionen haben Sie konkret? Hier eine Übersicht, die Sie so von Ihrer Bank nicht bekommen:
| Anlageform | Inflationsschutz | Liquidität | Mindestbetrag | Unsere Einschätzung |
|---|---|---|---|---|
| Festgeld | 1/5 | Sehr hoch | 1.000 € | Nur für Notreserve |
| Aktienfonds | 2/5 | Hoch | 5.000 € | Kein echter Schutz, zu volatil |
| Immobilien | 3/5 | Sehr niedrig | 200.000 € | Illiquide, Klumpenrisiko, Regulierung |
| Physisches Gold | 4/5 | Mittel | 5.000 € | Solide Basis, 10-15% empfohlen |
| Anlage-Diamanten | 5/5 | Mittel | 50.000 € | Höchste Wertdichte, ideal ab 500k |
Unsere Empfehlung
Für Vermögen ab 500.000 Euro empfehlen wir diese Struktur:
- 20-30% liquide Reserve (Tagesgeld, kurzfristiges Festgeld)
- 30-40% produktive Anlagen (Beteiligungen, dividendenstarke Aktien)
- 30-40% Sachwerte (Gold, Diamanten, ggf. weitere)
Das ist keine Garantie. Aber es ist eine Struktur, die verschiedenen Szenarien standhält – ob die Inflation steigt, die Märkte crashen oder das Bankensystem unter Druck gerät.
Warum Gold allein nicht reicht
Gold ist gut. Wir empfehlen 10-15% in physischem Gold, gelagert außerhalb des Bankensystems. Aber Gold hat Grenzen:
Das Problem der Wertdichte:
- 500.000 € in Gold = ca. 8 Kilogramm
- 500.000 € in Anlage-Diamanten = ca. 50 Gramm
Wenn Sie jemals in eine Situation kommen, in der Sie Vermögen transportieren müssen – und sei es nur von der Bank zum Schließfach – macht dieser Unterschied etwas aus.
Das Problem der Erkennbarkeit:
Gold ist offensichtlich Gold. Diamanten sehen aus wie... Steine. In manchen Situationen ist Diskretion wertvoll.
Das Problem der Standardisierung:
Goldpreis = Goldpreis. Jeder kennt ihn. Bei Diamanten gibt es keine öffentliche Börse. Das macht sie für spekulative Anleger unattraktiv – und für langfristige Vermögensbewahrung interessant.
Der Azar Wealth Ansatz
Wir verkaufen keine Produkte. Wir strukturieren Vermögen.
Konkret bedeutet das:
1. Analyse statt Verkauf
In einem ersten Gespräch geht es nicht darum, Ihnen etwas zu verkaufen. Es geht darum zu verstehen: Wie sieht Ihre aktuelle Struktur aus? Welche Risiken haben Sie? Was sind Ihre Ziele?
Etwa 30% der Menschen, die zu uns kommen, raten wir von einer Zusammenarbeit ab. Weil sie zu wenig liquides Vermögen haben. Oder weil ihre Situation andere Lösungen erfordert. Das ist in Ordnung – wir verdienen unser Geld mit den richtigen Mandanten, nicht mit allen.
2. Nur GIA-zertifizierte Steine
Bei Anlage-Diamanten arbeiten wir ausschließlich mit Steinen, die vom Gemological Institute of America (GIA) zertifiziert sind. Das ist der Goldstandard der Branche – unabhängig, weltweit anerkannt, fälschungssicher.
Mindestkriterien:
- Gewicht: ab 0,5 Karat
- Farbe: D bis G (die obersten Kategorien)
- Reinheit: VS1 oder besser
- Schliff: Excellent
Warum so streng? Weil nur diese Qualitäten international handelbar sind. Ein billigerer Stein mag günstiger sein, aber er ist beim Wiederverkauf problematisch.
3. Transparente Strukturierung
Sie wissen immer, was Sie haben, wo es liegt, und wie Sie darauf zugreifen können. Keine Blackbox, keine komplizierten Konstrukte. Ihr Vermögen, Ihre Kontrolle.
Häufige Einwände – und ehrliche Antworten
"Diamanten kann man doch gar nicht verkaufen"
Das höre ich oft. Die Realität: Anlage-Diamanten in den genannten Qualitäten sind international handelbar. Sie können Sie in Dubai, Antwerpen, Tel Aviv, New York oder Zürich verkaufen. Der Markt ist weniger liquide als bei Gold – das stimmt. Aber "nicht verkaufbar" ist falsch.
Typische Verkaufsdauer: 2-6 Wochen. Nicht ideal für Notfälle, aber angemessen für strategische Vermögensbewahrung.
"Das klingt nach Steuerhinterziehung"
Nichts von dem, was wir empfehlen, ist illegal. Sachwerte außerhalb des Bankensystems zu halten ist vollkommen legal. Vermögen in Dubai zu lagern ist legal. Die Steuerpflicht in Deutschland bleibt – und die sollten Sie einhalten. Wir arbeiten regelmäßig mit Steuerberatern unserer Mandanten zusammen, um alles korrekt zu dokumentieren.
Wenn Sie mehr zu den rechtlichen Aspekten wissen möchten, lesen Sie Ist das legal?
"Warum Dubai?"
Dubai ist eines der weltweit größten Handelszentren für Diamanten und Edelsteine. Das DMCC (Dubai Multi Commodities Centre) ist eine Freihandelszone mit klaren Regeln, westlichen Rechtsstandards und exzellenter Infrastruktur. Es ist nicht das einzige Zentrum – Antwerpen und Zürich sind Alternativen – aber für unsere Mandanten oft die beste Lösung.
Drei Szenarien: Wie robust ist Ihre Struktur?
Testen Sie Ihre aktuelle Vermögensstruktur gegen diese Szenarien:
Szenario 1: Inflation steigt auf 6%
Kann passieren. 2022 hatten wir kurzzeitig 8%. Bei 6% Inflation und 3% Festgeld verlieren Sie real 3% pro Jahr. Bei 1 Million sind das 30.000 Euro – jährlich.
Frage: Wie viel Ihres Vermögens würde diesen Verlust kompensieren?
Szenario 2: Bankenkrise wie 2008
Die Einlagensicherung schützt 100.000 Euro pro Bank. Was ist mit dem Rest? Bei einer systemischen Krise kann es Monate dauern, bis Sie an Ihr Geld kommen. Zypern 2013 hat gezeigt, was möglich ist.
Frage: Wie viel Ihres Vermögens liegt außerhalb des Bankensystems?
Szenario 3: Persönliche Krise (Scheidung, Klage, Insolvenz)
Bankkonten sind transparent und schnell pfändbar. Andere Vermögenswerte... weniger.
Frage: Wie exponiert ist Ihr Vermögen?
Wenn Sie bei einer dieser Fragen zögern, lohnt sich ein Gespräch.
Ihr nächster Schritt
Sie haben jetzt ein klareres Bild davon, was Inflation wirklich mit Ihrem Vermögen macht – und welche Optionen Sie haben.
Der nächste Schritt ist einfach: Ein unverbindliches Gespräch, in dem wir Ihre konkrete Situation analysieren.
Was passiert in diesem Gespräch:
- Sie erzählen uns Ihre Situation (Vermögensstruktur, Ziele, Sorgen)
- Wir sagen Ihnen ehrlich, ob wir helfen können – oder nicht
- Wenn ja, skizzieren wir mögliche nächste Schritte
- Keine Verpflichtung, kein Verkaufsdruck
Etwa 30 Minuten, per Video oder Telefon. Manche Menschen entscheiden sich danach für eine Zusammenarbeit, manche nicht. Beides ist in Ordnung.
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Über den Autor

Dr. Markus Hartmann
Leiter Vermögensstrategie
Berät Unternehmerfamilien seit über 20 Jahren zu Fragen der generationenübergreifenden Vermögenssicherung.
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