Vermögensschutz für Zahnärzte
Vermögensschutz für Zahnärzte
Strategien für Praxisinhaber


Warum dieses Thema gerade Zahnärzte betrifft
Auslöser
- →Praxisverkauf
- →MVZ-Risiko
- →Hohe Einkommensabhängigkeit
Risiken
- →Praxis als Klumpenrisiko
- →Lebenslange Haftung
- →Sichtbarkeit im System
Als Zahnarzt haben Sie jahrelang in Ihre Ausbildung, Ihre Praxis und Ihre Patienten investiert. Das Ergebnis: Ein überdurchschnittliches Einkommen – aber auch überdurchschnittliche Risiken, die viele Kollegen unterschätzen.
Warum Zahnärzte besonders exponiert sind
Ihre Situation ist einzigartig – und sie birgt spezifische Risiken, die andere Berufsgruppen nicht kennen:
Das Praxisrisiko: Ihre Praxis ist Ihr größtes Asset. Gleichzeitig ist sie Ihr größtes Klumpenrisiko. Wenn die Praxis leidet – durch Krankheit, Rechtsstreit oder Marktveränderungen – leidet Ihr gesamtes Vermögen.
Das Haftungsrisiko: Behandlungsfehler können zu erheblichen Schadensersatzforderungen führen. Die Berufshaftpflicht deckt nicht alles ab – und bei grober Fahrlässigkeit greifen persönliche Haftungsregelungen.
Das Sichtbarkeitsrisiko: Als niedergelassener Arzt sind Sie im Handelsregister, bei der Kammer und öffentlich gelistet. Ihr Erfolg ist sichtbar – für Patienten, aber auch für Gläubiger, Prozessgegner und im Scheidungsfall.
Die meisten Zahnärzte investieren alles in ihre Praxis und vernachlässigen die Diversifikation. Das rächt sich, wenn es darauf ankommt.
Die drei Phasen des Vermögensaufbaus als Zahnarzt
Phase 1: Der Aufbau (30-45 Jahre)
Sie investieren in die Praxis: Geräte, Personal, Marketing, vielleicht eine Immobilie. Alles Geld fließt in den Aufbau. Das ist richtig – aber es schafft Konzentration.
Typische Vermögensverteilung in Phase 1:
- 70-80% in der Praxis (inkl. Geräte, Inventar)
- 10-20% in der Praxisimmobilie
- 5-10% liquide Mittel
- 0% in unabhängigen Sachwerten
Phase 2: Die Konsolidierung (45-55 Jahre)
Die Praxis läuft. Der Cashflow ist gut. Jetzt ist der Zeitpunkt, Vermögen außerhalb der Praxis aufzubauen. Wer das versäumt, bleibt abhängig vom Praxisverkauf.
Phase 3: Der Übergang (55+ Jahre)
Die Nachfolgefrage wird konkret. Wer jetzt kein unabhängiges Vermögen hat, verkauft unter Druck – und oft unter Wert.
Die spezifischen Risiken für Zahnärzte
MVZ-Übernahmen verändern den Markt
Investorengetriebene Medizinische Versorgungszentren kaufen systematisch Praxen auf. Das klingt zunächst positiv – ein Käufer ist gefunden. Aber:
- MVZ-Betreiber kaufen zu standardisierten Preisen
- Individuelle Praxiswerte werden oft nicht anerkannt
- Der Verhandlungsspielraum sinkt
| Käufertyp | Typischer Kaufpreis | Verhandlungsspielraum |
|---|---|---|
| Nachfolger (Zahnarzt) | 80-120% des Umsatzes | Hoch |
| MVZ-Kette | 60-80% des Umsatzes | Gering |
| Notverkauf | 40-60% des Umsatzes | Minimal |
Behandlungsfehler und Haftung
Die Zahl der Behandlungsfehlervorwürfe steigt. Nicht jeder Vorwurf ist berechtigt – aber jeder kostet Zeit, Nerven und Geld.
Was die Berufshaftpflicht nicht abdeckt:
- Reputationsschäden durch öffentliche Vorwürfe
- Einkommensausfall während laufender Verfahren
- Prozesskosten oberhalb der Deckungssumme
- Folgeschäden bei persönlicher Haftung
Scheidung als Vermögensrisiko
Die Scheidungsrate bei Zahnärzten liegt über dem Durchschnitt. Das Problem: Die Praxis wird zum Streitobjekt.
- Zugewinnausgleich auf den Praxiswert
- Gutachterstreit über die Bewertung
- Liquiditätsprobleme bei Auszahlung
- Worst Case: Zwangsverkauf der Praxis
70% der Zahnärzte, die wir beraten, haben keine strukturelle Trennung zwischen Praxisvermögen und privatem Vermögen. Im Scheidungsfall wird das zum Problem.
Fallstudie: Dr. M., Zahnarzt, 52, Düsseldorf
Dr. M. führt seit 18 Jahren eine erfolgreiche Praxis mit zwei angestellten Zahnärzten. Jahresumsatz: 1,2 Millionen Euro. Auf dem Papier ist er wohlhabend.
Die Ausgangslage:
- Praxiswert: ca. 450.000 €
- Praxisimmobilie: 380.000 € (noch 180.000 € Kredit)
- Bankdepot: 220.000 € (ETFs, Festgeld)
- Lebensversicherungen: 150.000 € Rückkaufwert
- Liquidität: 45.000 €
Das Problem:
- 67% des Vermögens hängen an der Praxis
- Die Immobilie ist mit persönlicher Bürgschaft belastet
- Im Scheidungsfall oder bei Berufsunfähigkeit droht Totalverlust
Die Lösung: Dr. M. begann, einen Teil seiner Überschüsse in mobile Sachwerte umzuschichten:
- 80.000 € aus dem Depot in physisches Gold (Lagerung: Schweiz Zollfreilager)
- 50.000 € in GIA-zertifizierte Diamanten (Lagerung: Dubai)
- Schrittweise Aufstockung: 30.000 € pro Jahr
Das Ergebnis nach 3 Jahren:
- 15% des Vermögens außerhalb des deutschen Bankensystems
- Keine Verknüpfung mit Praxis oder Immobilie
- Vollständig dokumentiert, aber diskret
- Handlungsspielraum bei Scheidung, Klage oder Praxisverkauf
„Ich habe 18 Jahre alles in die Praxis gesteckt. Jetzt habe ich endlich etwas, das mir niemand nehmen kann – egal was passiert."
— Dr. M., Zahnarzt, Düsseldorf
Was vermögende Zahnärzte anders machen
Die Kollegen, die wir kennen und die ihr Vermögen erfolgreich geschützt haben, folgen einem klaren Muster:
Stufe 1: Liquiditätsreserve 6-12 Monate Praxiskosten auf dem Tagesgeld. Nicht verhandelbar.
Stufe 2: Diversifiziertes Depot ETFs, vielleicht Anleihen – aber nicht alles bei einer Bank, nicht alles in Deutschland.
Stufe 3: Physische Sachwerte 10-20% des Vermögens in Werten, die Sie anfassen können. Die nicht im Grundbuch stehen. Die nicht auf einem Kontoauszug erscheinen.
Zusammenfassung
- Zahnärzte haben hohe Klumpenrisiken durch Praxis und Immobilie
- MVZ-Übernahmen verändern den Exit-Markt nachhaltig
- Scheidung und Haftung sind reale Vermögensrisiken
- 10-15% in mobilen Sachwerten schaffen Handlungsspielraum
- Der beste Zeitpunkt zum Anfangen ist Phase 2 (45-55)
Der nächste Schritt
Wir verkaufen nichts auf dieser Seite. Wir informieren.
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Über den Autor

Elisabeth Förster
Leiterin Mandantenbetreuung
Mit 15 Jahren Erfahrung in der Privatbank kennt sie die Sorgen vermögender Familien aus unzähligen Gesprächen.
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