Vermögensschutz für unternehmer
Vermögensschutz für Unternehmer
Privat – und Betriebsvermögen trennen


Die unbequeme Wahrheit für Unternehmer
Sie haben ein Unternehmen aufgebaut. Arbeiten 60 Stunden die Woche. Tragen Verantwortung für Mitarbeiter, Kunden, Lieferanten. Und wenn etwas schiefgeht? Dann haften Sie. Nicht das Unternehmen. Sie persönlich.
Das Betriebsgrundstück läuft auf den eigenen Namen. Das Firmenkonto ist mit dem Privatvermögen verknüpft. Die Bürgschaft für den Kontokorrentkredit unterschrieben Sie persönlich.
Das funktioniert – bis es nicht mehr funktioniert.
Ich habe 23 Jahre gearbeitet, um das aufzubauen. Jetzt liegt ein Rechtsstreit mit einem Großkunden vor mir, und mein Anwalt sagt mir, dass im schlimmsten Fall auch mein Privathaus dran ist.
— Mandant, 52, Maschinenbauunternehmer, Schwarzwald
Das ist keine Ausnahme. Das ist die Regel.
Ihre besondere Situation als Unternehmer
Warum Standard-Beratung nicht reicht
Ihr Bankberater sieht Ihre Kontoauszüge. Er sieht die Einnahmen, die Ausgaben, die Liquiditätsreserven. Was er nicht sieht: Die Bürgschaften. Die Patronatserklärungen. Die persönliche Haftung aus der GbR, die Sie vor 15 Jahren mit einem Geschäftspartner gegründet haben und die immer noch im Handelsregister steht.
Unternehmer haben ein anderes Risikoprofil als Angestellte. Geschäftsrisiken werden zu Privatrisiken – bei einer GmbH theoretisch nicht, praktisch immer. Denn welche Bank gibt Ihnen einen Kredit ohne persönliche Bürgschaft?
Ihre Einnahmen sind volatil. Ein gutes Jahr, dann ein schlechtes. Dann ein sehr gutes. Dann eine Pandemie. Klassische Finanzplanung basiert auf gleichmäßigen Einkommen – das haben Sie nicht.
Ihr größtes Asset ist illiquide. Ihr Unternehmen ist wahrscheinlich der größte Teil Ihres Vermögens. Aber Sie können es nicht mal eben verkaufen, wenn Sie Liquidität brauchen.
Typische Auslöser für Vermögensschutz-Bedarf
Nach über 400 Mandantengesprächen sehen wir immer wieder dieselben Muster:
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Ein größerer Auftrag geht verloren. Plötzlich fehlen 30% des Umsatzes. Die Bank wird nervös. Sie beginnen, über Szenarien nachzudenken.
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Ein Rechtsstreit eskaliert. Ein unzufriedener Kunde, ein Ex-Mitarbeiter, ein Wettbewerber mit aggressiven Anwälten. Die Forderungen übersteigen Ihre Versicherungssumme.
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Ein Geschäftspartner wird unzuverlässig. Bei einer GbR oder OHG haften Sie gesamtschuldnerisch. Wenn Ihr Partner pleitegeht, haften Sie für alles.
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Die Branche verändert sich. Digitalisierung, neue Wettbewerber, veränderte Regulierung. Was gestern noch ein solides Geschäftsmodell war, ist morgen ein Risiko.
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Sie denken an die Nachfolge. In 10 Jahren wollen Sie raus. Aber wie strukturieren Sie das Vermögen so, dass es unabhängig vom Unternehmen existiert?
Die besonderen Risiken
| Risiko | Typische Auswirkung | Schutzrelevanz |
|---|---|---|
| Persönliche Bürgschaften | Haftung bis zur Privatinsolvenz | Sehr hoch |
| Gesamtschuldnerische Haftung (GbR/OHG) | Haftung für Partner-Schulden | Sehr hoch |
| D&O-Haftung als Geschäftsführer | Persönliche Haftung bei Pflichtverletzung | Hoch |
| Branchenrisiken | Umsatzeinbruch, Margenverfall | Mittel bis hoch |
| Nachfolgerisiken | Wertverlust bei unstrukturiertem Verkauf | Mittel |
Warum Standard-Lösungen für Unternehmer oft scheitern
Problem 1: Die Bank verkauft Ihnen, was die Bank verdient
Ihr Private Banker schlägt Ihnen einen Fonds vor. Eine Vermögensverwaltung. Vielleicht einen geschlossenen Immobilienfonds. Was haben all diese Produkte gemeinsam? Sie sind pfändbar. Sie stehen im Depot. Sie sind für jeden Gläubiger sichtbar und erreichbar.
Problem 2: Immobilien sind nicht so sicher, wie Sie denken
„Ich hab ja meine Immobilien" – das hören wir oft. Aber Immobilien sind das Erste, worauf ein Gläubiger Zugriff bekommt. Das Grundbuch ist öffentlich. Die Zwangsversteigerung ist ein eingespielter Prozess. Und wenn die Immobilie mit einem Kredit belastet ist? Dann gehört sie im Zweifel der Bank.
Ein Mandant aus Hamburg, 47, Inhaber einer mittelständischen Spedition, hatte fünf Immobilien. Alle im eigenen Namen. Als ein Großkunde insolvent ging und 1,2 Millionen Euro an offenen Forderungen mitnahm, wurden drei der Immobilien zwangsversteigert. Zu Preisen weit unter Marktwert.
Problem 3: Versicherungen decken nicht alles ab
Berufshaftpflicht. D&O-Versicherung. Betriebshaftpflicht. Wichtig, keine Frage. Aber:
- Deckungssummen sind begrenzt (oft 5-10 Mio. €)
- Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit sind meist ausgeschlossen
- Die Versicherung prüft jeden Schadensfall – und lehnt im Zweifel ab
- Reputationsschäden sind nicht versicherbar
Versicherungen sind ein Baustein. Nicht mehr.
Was funktioniert: Struktur statt Produkt
Strategie 1: Echte Vermögenstrennung
Der erste Schritt ist nicht, etwas zu kaufen. Der erste Schritt ist, zu verstehen, was wo liegt und wie es strukturiert ist.
Wir erstellen mit unseren Mandanten eine Vermögensübersicht, die kein Bankberater erstellt:
- Alle Vermögenswerte (auch die, die Sie vergessen haben)
- Alle Verbindlichkeiten (auch die Bürgschaften)
- Alle Haftungsrisiken (auch die theoretischen)
- Alle Register-Einträge (Grundbuch, Handelsregister, Transparenzregister)
Erst wenn Sie wissen, was sichtbar und angreifbar ist, können Sie strukturieren.
Strategie 2: Sachwerte als dritte Säule
Die meisten Unternehmer haben zwei Vermögens-Säulen: Das Unternehmen und das Bankdepot. Wenn eine Säule wackelt, wackelt alles.
Die dritte Säule sind physische Sachwerte: Gold, Diamanten, Edelsteine. Kein Gegenparteirisiko. Keine Registrierung. Hohe Wertdichte. Internationale Akzeptanz.
Kein Gegenparteirisiko. Gold in Ihrem Besitz ist nicht die Forderung gegen jemanden. Es ist Substanz.
Keine Registrierung. Anders als Immobilien, Autos oder Wertpapierdepots stehen physische Sachwerte in keinem Register. Sie sind nicht auf Knopfdruck auffindbar.
Hohe Wertdichte. 500.000 Euro in Diamanten passen in eine Jackentasche. Das macht sie im Extremfall mobil – und in jedem Fall diskret.
Internationale Akzeptanz. Gold ist Gold, egal ob in München, Dubai oder Singapur. Es braucht keine Überweisung, keine Genehmigung, keine Bank.
Strategie 3: Timing ist alles
Die wichtigste Lektion: Vermögensschutz funktioniert nur, wenn Sie ihn einrichten, bevor Sie ihn brauchen.
Das deutsche Recht kennt die Gläubigeranfechtung (§ 3 AnfG). Vereinfacht: Wenn Sie Vermögen übertragen, um es vor Gläubigern zu schützen, und der Gläubiger kann nachweisen, dass Sie das wussten – dann kann die Übertragung bis zu 4 Jahre rückwirkend angefochten werden. Bei nahestehenden Personen (Ehepartner, Kinder) sogar bis zu 10 Jahre.
Wenn bereits ein Rechtsstreit droht: Zu spät für größere Umstrukturierungen.
Wenn alles ruhig ist: Der perfekte Zeitpunkt. Kein Zeitdruck, keine Anfechtbarkeit, freie Strukturierungsoptionen.
Ich habe gerade meinen größten Auftrag abgeschlossen. Alles läuft gut. Warum soll ich jetzt über Schutz nachdenken?
— Mandant, 44, IT-Unternehmer, Frankfurt
Genau deshalb.
Fallbeispiel: Der Maschinenbauer aus Baden-Württemberg
Thomas M., 54, führt in dritter Generation einen Maschinenbauerbetrieb mit 85 Mitarbeitern. Umsatz: 14 Millionen Euro. Eigenkapitalquote: 38%. Ein solides Unternehmen.
2019 kam er zu uns. Nicht weil etwas schiefgelaufen war – sondern weil er 2025 an seinen Sohn übergeben wollte und anfing, über Strukturen nachzudenken.
Die Ausgangssituation:
- Betriebsimmobilie im Privatbesitz (Wert ca. 2,8 Mio. €)
- Bankdepot mit 1,2 Mio. € in ETFs und Einzelaktien
- Lebensversicherung (Rückkaufswert 380.000 €)
- Zwei vermietete Wohnungen (Wert ca. 650.000 €)
- Persönliche Bürgschaft für Kontokorrentkredit (500.000 €)
Die Umstrukturierung (über 18 Monate):
- Betriebsimmobilie in Familien-GmbH & Co. KG eingebracht
- 15% des Bankdepots (180.000 €) in physisches Gold umgeschichtet (Lagerung: Hochsicherheitslager Schweiz)
- 10% des Bankdepots (120.000 €) in GIA-zertifizierte Diamanten (Lagerung: Dubai DMCC)
- Bürgschaft schrittweise durch andere Sicherheiten ersetzt
Das Ergebnis: Thomas hat heute ein diversifiziertes Vermögen. 25% davon steht in keinem deutschen Register. Wenn 2025 die Übergabe ansteht, hat er Substanz, die unabhängig vom Unternehmen existiert.
Was Unternehmer von uns erwarten können
Transparente Preise
Wir verdienen an Ihrer Struktur, nicht an Produktverkäufen. Unsere Marge auf Sachwerte liegt zwischen 8% und 15%, abhängig von Volumen und Komplexität. Sie wissen immer vorher, was Sie zahlen.
Nur geprüfte Qualität
Bei Gold: Ausschließlich LBMA-zertifizierte Barren von etablierten Prägestätten (Heraeus, Umicore, Valcambi). Bei Diamanten: Ausschließlich GIA-zertifiziert. Das Gemological Institute of America ist der weltweit anerkannteste Standard.
Langfristige Begleitung
Viele unserer Unternehmer-Mandanten kommen seit Jahren immer wieder zu uns. Wenn sich die Situation ändert, wenn ein Verkauf ansteht, wenn neues Vermögen strukturiert werden soll. Wir denken in Jahrzehnten, nicht in Transaktionen.
Für wen das nicht passt
Wir arbeiten nicht mit jedem. Explizit nicht mit:
- Unternehmern, die bereits in einer akuten Krise stecken (Insolvenzgefahr, laufende Pfändungen)
- Menschen, die „das Finanzamt austricksen" wollen
- Spekulanten, die schnelle Wertsteigerungen suchen
- Vermögen unter 300.000 € liquide (die Strukturierung lohnt sich dann nicht)
Das Wichtigste für Unternehmer
- 78% der Unternehmer haben keine echte Vermögenstrennung
- Persönliche Bürgschaften höhlen den GmbH-Schutz aus
- Sachwerte sind die dritte Säule neben Unternehmen und Bank
- Timing entscheidet: Vor der Krise strukturieren, nicht währenddessen
- 25% in nicht-registrierten Sachwerten gibt echte Unabhängigkeit
Ihr nächster Schritt
Wenn Sie als Unternehmer über Vermögensschutz nachdenken, ist das erste Gespräch kostenlos und unverbindlich. 30 Minuten. Keine Verkaufspräsentation. Nur eine ehrliche Einschätzung, ob und wie wir Ihnen helfen können.
Etwa 30% der Unternehmer, die zu uns kommen, raten wir von einer Zusammenarbeit ab. Weil Sachwerte nicht das Richtige für ihre Situation sind. Oder weil sie den Zeitpunkt verpasst haben. Das sagen wir offen.
Den anderen 70% zeigen wir, wie eine Struktur aussehen kann, die Substanz schafft – unabhängig davon, was mit dem Unternehmen passiert.
Über den Autor

Dr. Markus Hartmann
Leiter Vermögensstrategie
Berät Unternehmerfamilien seit über 20 Jahren zu Fragen der generationenübergreifenden Vermögenssicherung.
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