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Vermögensschutz für IT-Freelancer

Geld schützen für IT
Freelancer – Strategien und Methoden

Elisabeth Förster
Elisabeth Förster · Leiterin Mandantenbetreuung
IT-Freelancer - Vermögensschutz

Warum dieses Thema gerade IT-Freelancer betrifft

Auslöser

  • Scheinselbstständigkeit
  • Projektabhängigkeit
  • Exit-Planung

Risiken

  • Keine Betriebsrente
  • Einkommensvolatilität
  • Alter als Risiko

Geld schützen für IT-Freelancer – Strategien und Methoden

Als IT-Freelancer haben Sie ein Problem, das die meisten Angestellten nicht kennen: Sie verdienen oft sehr gut, aber Ihr Einkommen schwankt erheblich. Gleichzeitig sind Sie wahrscheinlich skeptisch gegenüber traditionellen Finanzberatern, die Ihre besondere Situation nicht verstehen.

Viele Mandanten fragen mich: "Wie kann ich mein Vermögen schützen, wenn ich nie weiß, was nächstes Jahr kommt?" Diese Unsicherheit ist berechtigt – und sie erfordert andere Strategien als bei Angestellten mit festem Gehalt.

Ihre besondere Situation

Als IT-Freelancer stehen Sie vor spezifischen Herausforderungen beim Vermögensschutz, die sich deutlich von denen anderer Berufsgruppen unterscheiden.

Typische Auslöser

Was wir in der Beratung erleben: IT-Freelancer kommen meist zu uns, wenn sie merken, dass ihr Bankkonto schneller wächst als ihre Klarheit darüber, was sie damit anfangen sollen. Konkrete Auslöser sind oft:

  • Projektende-Panik: "Mein größter Kunde hat gekündigt – wie lange reicht mein Geld?"
  • Steueroptimierung: "Ich zahle 45% Steuern, aber meine Rücklagen liegen auf dem Girokonto bei 0,1% Zinsen"
  • Systemskepsis: "Wenn die Banken crashen oder der Euro zusammenbricht, was passiert dann mit meinem digitalen Vermögen?"
  • Internationale Mobilität: "Ich arbeite für US-Kunden, lebe in Deutschland, will aber flexibel bleiben – in welcher Währung und wo soll ich mein Geld parken?"

Besondere Risiken

Ihre Bedenken bezüglich der Vermögenssicherheit sind berechtigt, und sie unterscheiden sich von denen anderer Berufsgruppen:

Einkommensvolatilität: Anders als Ärzte oder Anwälte haben Sie keine Patienten oder Mandanten, die regelmäßig wiederkommen. Ihr Einkommen kann von 20.000€ auf 200.000€ pro Jahr schwanken – und umgekehrt.

Technologie-Abhängigkeit: Ihre Fähigkeiten können durch neue Technologien obsolet werden. Was heute gefragt ist (React, Python, Cloud-Migration), kann morgen durch KI ersetzt werden.

Währungsrisiko: Viele IT-Freelancer arbeiten international. Wer in Dollar abrechnet, aber in Euro lebt, kennt das Problem schwankender Wechselkurse.

Digitale Verwundbarkeit: Ihr gesamtes Geschäft läuft digital. Cyber-Angriffe, Plattform-Sperren oder technische Ausfälle können Ihr Einkommen von heute auf morgen stoppen.

Warum Standard-Lösungen oft nicht passen

Es ist verständlich, dass Sie skeptisch sind, wenn Bankberater Ihnen ETF-Sparpläne oder Lebensversicherungen empfehlen. Diese Produkte sind für Menschen mit stabilem Einkommen entwickelt – nicht für Ihre Situation.

Problem 1: Liquiditätsfalle Standard-Anlageprodukte setzen regelmäßige Einzahlungen voraus. Aber was machen Sie, wenn Sie drei Monate zwischen Projekten haben? Dann müssen Sie Ihre Anlagen verkaufen – oft zum ungünstigsten Zeitpunkt.

Problem 2: Systemabhängigkeit Aktien, Anleihen, ETFs – alles läuft über das Bankensystem. Als jemand, der beruflich mit dezentralen Systemen arbeitet, verstehen Sie intuitiv: Single Points of Failure sind gefährlich.

Problem 3: Steuerliche Komplexität Freelancer haben bereits komplexe Steuersituationen. Kapitalerträge, Vorabpauschalen und Verlusttöpfe machen es noch komplizierter. Viele Standard-Produkte verschlimmern das Problem, statt es zu lösen.

Problem 4: Fehlende Portabilität Sie wollen flexibel bleiben – geografisch und beruflich. Deutsche Riester-Renten oder betriebliche Altersvorsorge passen nicht zu einem Leben, das sich alle paar Jahre ändern kann.

Maßgeschneiderte Strategien

Bei Azar Wealth entwickeln wir Vermögensschutz-Strategien, die zu Ihrer Lebensrealität passen. Hier die bewährtesten Ansätze für IT-Freelancer:

Option 1: Das Drei-Säulen-Modell

Säule 1: Liquiditätsreserve (6-12 Monate Ausgaben) Nicht auf dem Girokonto, sondern in Tagesgeld oder Geldmarkt-ETFs. Genug, um auch längere Projektpausen zu überbrücken, ohne Panik zu bekommen.

Säule 2: Inflationsschutz (20-40% des Vermögens) Hier kommen Sachwerte ins Spiel. Physisches Gold, Silber oder Investment-Diamanten bieten Schutz vor Inflation und Währungsrisiken. Wichtig: Diese Werte sind portabel und funktionieren auch außerhalb des Bankensystems.

Säule 3: Wachstumskomponente (Rest des Vermögens) Breit diversifizierte ETFs oder Einzelaktien – aber nur mit Geld, das Sie mindestens 5-7 Jahre nicht brauchen.

Option 2: Der Crypto-Native Ansatz

Viele IT-Freelancer sind bereits in Kryptowährungen investiert. Das kann Teil einer Vermögensschutz-Strategie sein – aber nicht die ganze Strategie.

Bitcoin als digitales Gold: 5-15% des Vermögens in Bitcoin kann Sinn machen – als Hedge gegen Fiat-Währungen und das traditionelle Finanzsystem.

Stablecoins für Liquidität: USD-Stablecoins können eine Alternative zu Euro-Tagesgeld sein, besonders wenn Sie international arbeiten.

Aber: Krypto ist noch volatil und regulatorisch unsicher. Setzen Sie nie alles auf eine Karte – auch nicht auf die digitale.

Option 3: Internationale Diversifikation

Multi-Währungs-Ansatz: Halten Sie Vermögen in verschiedenen Währungen – Euro, Dollar, Schweizer Franken. So reduzieren Sie das Risiko einer einzelnen Währungskrise.

Physische Lagerung: Teile Ihres Vermögens sollten physisch außerhalb des deutschen Bankensystems liegen. Schweizer Bankschließfächer oder Zollfreilager bieten hier Optionen.

Steueroptimierung: Nutzen Sie legale Gestaltungsmöglichkeiten wie die Verlagerung von Teilen Ihres Business in steuerfreundlichere Länder.

Fallbeispiel aus der Praxis

Lassen Sie mich Ihnen von einem Mandanten erzählen – nennen wir ihn Marcus. Er ist 38, Senior DevOps Engineer, und verdient zwischen 120.000€ und 180.000€ pro Jahr, je nach Projekten.

Ausgangssituation: Marcus kam zu uns, nachdem sein größter Kunde (60% seines Einkommens) das Projekt eingestellt hatte. Er hatte 280.000€ auf dem Girokonto und 50.000€ in Bitcoin – aber keine Strategie.

Seine Sorgen: "Was, wenn die nächste Finanzkrise kommt? Was, wenn der Euro crasht? Was, wenn ich in fünf Jahren zu alt für die neuesten Technologien bin?"

Unsere Lösung:

  • 60.000€ Liquiditätsreserve (Tagesgeld + Geldmarkt-ETF)
  • 80.000€ in physisches Gold und Silber (Lagerung in der Schweiz)
  • 30.000€ in Investment-Diamanten (höchste Wertdichte, diskret transportabel)
  • 100.000€ in breit diversifizierte ETFs
  • 50.000€ Bitcoin behalten (war bereits vorhanden)

Ergebnis nach zwei Jahren: Marcus schläft wieder ruhig. Er hat zwei weitere Projektpausen überbrückt, ohne seine langfristigen Anlagen anzutasten. Als der Ukraine-Krieg begann und die Inflation anzog, war er entspannt: "Meine Sachwerte haben das mehr als ausgeglichen."

Der Schutz vor staatlichen Eingriffen

Viele Mandanten fragen mich auch: "Was ist, wenn der Staat an mein Vermögen will?" Diese Sorge ist nicht unbegründet – gerade für Gutverdiener.

Vermögensschutz vor staatlichen Eingriffen beginnt mit Diversifikation über Grenzen hinweg. Physische Sachwerte, die außerhalb des deutschen Bankensystems gelagert werden, sind schwerer zu konfiszieren als digitale Kontostände.

Aber Achtung: Es geht um legalen Schutz, nicht um Steuerhinterziehung. Alle Vermögenswerte müssen ordnungsgemäß deklariert werden.

Praktische Umsetzung: Ihre nächsten Schritte

Sie müssen nicht alles auf einmal umsetzen. Hier ein pragmatischer Fahrplan:

Schritt 1: Bestandsaufnahme (diese Woche)

  • Wie viel Geld haben Sie wirklich? (Alle Konten, Krypto, Bargeld)
  • Wie hoch sind Ihre monatlichen Fixkosten?
  • Wie volatil ist Ihr Einkommen wirklich? (Blick auf die letzten 3 Jahre)

Schritt 2: Liquiditätspolster aufbauen (nächste 2-3 Monate) Bevor Sie an Sachwerte oder Investments denken, brauchen Sie ein solides Liquiditätspolster. 6-12 Monatsausgaben, je nach Risikobereitschaft.

Schritt 3: Inflationsschutz etablieren (nächste 3-6 Monate) Beginnen Sie mit physischem Gold. 1-2 kg sind ein guter Start und passen noch in einen Tresor zu Hause. Bei größeren Mengen sollten Sie professionelle Lagerung in Betracht ziehen.

Schritt 4: Diversifikation ausbauen (über 6-12 Monate) Etablieren Sie nach und nach weitere Säulen: ETFs für Wachstum, eventuell Diamanten für maximale Portabilität, internationale Diversifikation.

Schritt 5: Regelmäßige Reviews (quartalsweise) Als Freelancer ändert sich Ihre Situation schneller als bei Angestellten. Passen Sie Ihre Strategie entsprechend an.

Häufige Einwände und wie wir damit umgehen

"Gold bringt keine Rendite" Es ist verständlich, dass Sie als technikaffiner Mensch auf Rendite schauen. Aber Gold ist kein Investment – es ist Versicherung. Die "Rendite" liegt im Werterhalt und der Unabhängigkeit vom Finanzsystem.

"Diamanten sind zu kompliziert" Ihre Bedenken bezüglich Diamanten sind berechtigt – der Markt ist intransparent und erfordert Expertise. Deshalb arbeiten wir nur mit zertifizierten Investment-Diamanten und übernehmen die gesamte Due Diligence für Sie.

"Ich verstehe Bitcoin besser als Gold" Das ist völlig in Ordnung. Bitcoin kann Teil Ihrer Strategie sein. Aber physische Sachwerte haben 5000 Jahre Geschichte – Bitcoin hat 15 Jahre. Diversifikation bedeutet, nicht alles auf eine Technologie zu setzen.

Warum gerade jetzt handeln?

Viele Mandanten fragen: "Ist es nicht zu spät? Sind Gold und Silber nicht schon zu teuer?"

Die Antwort: Vermögensschutz funktioniert nicht über Market-Timing. Es geht um Strukturen, die verschiedene Szenarien überstehen. Ob Gold bei 1800$ oder 2200$ gekauft wird, ist weniger wichtig als die Tatsache, dass es außerhalb des Bankensystems liegt.

Als IT-Freelancer wissen Sie: Backups macht man nicht erst, wenn die Festplatte komische Geräusche macht. Vermögensschutz funktioniert genauso.

Der erste Schritt

Sie müssen nicht sofort alles umkrempeln. Beginnen Sie mit einem unverbindlichen Gespräch, in dem wir Ihre spezielle Situation verstehen.

Was wir in der Beratung erleben: Die meisten IT-Freelancer sind überrascht, wie viele Optionen sie haben. Und wie viel ruhiger sie schlafen, wenn sie wissen, dass ihr Vermögen auch dann sicher ist, wenn das nächste große Projekt auf sich warten lässt.

Möchten Sie mehr über alternative Anlageformen erfahren oder haben Sie spezielle Fragen zu Geld anlegen als Freelancer? Wir sind da, um Ihnen zu helfen – ohne Verkaufsdruck, dafür mit der Erfahrung aus hunderten ähnlichen Fällen.

Über den Autor

Elisabeth Förster

Elisabeth Förster

Leiterin Mandantenbetreuung

Mit 15 Jahren Erfahrung in der Privatbank kennt sie die Sorgen vermögender Familien aus unzähligen Gesprächen.

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