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Vermögensschutz für Immobilienbesitzer

Vermögensschutz für Immobilienbesitzer
Diversifikation über Beton hinaus

Elisabeth Förster
Elisabeth Förster · Leiterin Mandantenbetreuung
Immobilienbesitzer - Vermögensschutz

Warum dieses Thema gerade Immobilienbesitzer betrifft

Auslöser

  • Klumpenrisiko
  • Regulierung
  • Illiquidität

Risiken

  • Vermögen im Grundbuch sichtbar
  • Politisches Ziel
  • Nicht portabel

Immobilien gelten in Deutschland als der Inbegriff von Sicherheit. „Betongold" wird vererbt, Mieteinnahmen fließen, und der Wert steigt scheinbar immer weiter. Doch wer einen erheblichen Teil seines Vermögens in Immobilien gebunden hat, kennt auch die Schattenseiten – und versteht, warum echte Sicherheit mehr erfordert als Grundbesitz.

73%des Vermögens in Immobilien
6-18 Monatedurchschnittliche Verkaufsdauer
100%im Grundbuch dokumentiert

Das Paradox des Immobilienvermögens

Immobilienbesitzer sind oft vermögend – auf dem Papier. Aber dieses Vermögen hat besondere Eigenschaften, die in bestimmten Situationen zum Problem werden:

Illiquidität: Sie können keine halbe Wohnung verkaufen. Wenn Sie Geld brauchen, müssen Sie das ganze Objekt veräußern – ein Prozess, der Monate oder Jahre dauern kann.

Sichtbarkeit: Jedes Grundstück steht im Grundbuch. Bei Rechtsstreitigkeiten, Pfändungen oder Scheidungen wird dort als Erstes nachgeschaut.

Immobilität: Ihr Vermögen kann nicht mit Ihnen reisen. Es ist gebunden an einen Standort, ein Rechtssystem, eine politische Entwicklung.

Der größte Irrtum von Immobilienbesitzern: „Ich habe mehrere Objekte, also bin ich diversifiziert." Nein. Sie haben Konzentrationsrisiko in einer Anlageklasse – oft auch noch in einer Region.

Die versteckten Risiken von Immobilienvermögen

Politische und regulatorische Risiken

Immobilienbesitzer stehen zunehmend im Fokus:

MaßnahmeStatusAuswirkung
MietpreisbremseAktivRendite -15-25%
Energetische SanierungspflichtKommendInvestitionszwang 50-150k€
GrundsteuerreformAktivRegional +30-100%
Vermögensabgabe-DebatteDiskussionSubstanzbesteuerung möglich
Enteignungsdebatte (Berlin)Volksentscheid erfolgtRechtsunsicherheit

Das Problem: Immobilien sind ein einfaches Ziel für staatliche Eingriffe. Sie sind sichtbar, unbeweglich und können nicht versteckt werden.

Das Liquiditätsrisiko

In all diesen Situationen wünschen sich Immobilienbesitzer eines: flüssige Mittel, über die sie sofort verfügen können. Ohne Notar, ohne Makler, ohne Wartezeit.

Das Konzentrationsrisiko

Wer fünf Wohnungen in München besitzt, hat kein diversifiziertes Portfolio. Er hat fünfmal dasselbe Risiko:

  • Lokaler Markteinbruch → alle Objekte fallen
  • Regulatorische Verschärfung → alle Objekte betroffen
  • Wirtschaftskrise in der Region → alle Mieter in Schwierigkeiten

Echte Diversifikation bedeutet: unterschiedliche Anlageklassen, unterschiedliche Standorte, unterschiedliche Abhängigkeiten.

Fallstudie: Familie H., Immobilienportfolio, Frankfurt

Familie H. hat über 25 Jahre ein Immobilienportfolio aufgebaut: 3 Mehrfamilienhäuser, 2 Eigentumswohnungen, 1 Gewerbeimmobilie. Gesamtwert: ca. 4,2 Millionen Euro.

Die Ausgangslage:

  • Immobilien: 4,2 Mio. € (davon 1,8 Mio. € Restschulden)
  • Netto-Immobilienvermögen: 2,4 Mio. €
  • Bankdepot: 180.000 €
  • Liquidität: 95.000 €
  • Lebensversicherungen: 240.000 € Rückkaufwert

Das Problem:

  • 82% des Vermögens in Immobilien gebunden
  • Alle Objekte im Rhein-Main-Gebiet
  • Bei Scheidung oder Erbfall: keine schnelle Liquidität
  • Steigende Sanierungskosten durch neue Energievorschriften
  • Alles im Grundbuch dokumentiert

Die Situation: Herr H. (62) denkt an die Übergabe an die nächste Generation. Aber: Drei Kinder, nicht alle wollen Immobilien, Erbschaftssteuer wird fällig, und liquide Mittel zum Ausgleich fehlen.

Die Lösung: Familie H. begann, schrittweise Liquidität aufzubauen:

  1. Eine Eigentumswohnung verkauft (420.000 € Erlös nach Schulden)
  2. 200.000 € in physisches Gold (Lagerung: Schweiz Zollfreilager)
  3. 120.000 € in GIA-zertifizierte Diamanten (Lagerung: Dubai)
  4. 100.000 € in diversifiziertes ETF-Depot

Das Ergebnis nach 18 Monaten:

  • Immobilienanteil von 82% auf 68% reduziert
  • 420.000 € in liquiden, portablen Werten
  • Erbschaftsplanung mit flexiblen Optionen möglich
  • Handlungsspielraum bei Marktveränderungen

„25 Jahre lang war mein einziger Gedanke: mehr Immobilien. Erst jetzt verstehe ich, dass echte Sicherheit Beweglichkeit bedeutet – und die hatte ich nicht."

Herr H., Immobilienunternehmer, Frankfurt

Was Immobilien nicht bieten können

EigenschaftImmobilienMobile Sachwerte
Liquidität6-18 Monate VerkaufTage bis Wochen
PortabilitätKeineVollständig
DiskretionIm GrundbuchKein Register
TeilbarkeitNeinJa (mehrere Steine/Barren)
RegulierungsrisikoHochGering
PfändbarkeitEinfachKomplex

Die ideale Ergänzung zu Immobilien

Die beste Diversifikation für Immobilienbesitzer sind Vermögenswerte mit gegenteiligen Eigenschaften:

Liquidität: Werte, die Sie schnell verwerten können. Ohne Notar, ohne Gutachter, ohne Wartezeit.

Portabilität: Vermögen, das mit Ihnen reisen kann. Das nicht an einen Standort gebunden ist.

Diskretion: Werte, die nicht im Grundbuch stehen. Die nicht öffentlich einsehbar sind.

Unabhängigkeit: Vermögen, das nicht von lokalen Märkten oder nationalen Regulierungen abhängt.

Die Formel erfolgreicher Immobilienbesitzer: 70-80% in Immobilien für Cashflow und Wertstabilität, 20-30% in liquiden, portablen Werten für Flexibilität und Schutz.

Wie viel sollte außerhalb von Immobilien liegen?

Das hängt von Ihrer Situation ab:

LebenssituationEmpfohlener Anteil außerhalb Immobilien
Unter 50, stabile Ehe, keine Konflikte15-20%
Über 50, Nachfolgeplanung relevant25-30%
Scheidungsrisiko oder Rechtsstreit möglich30-40%
Internationale Mobilität gewünscht35-45%

Zusammenfassung für Immobilienbesitzer

  • Immobilien sind wertvoll, aber illiquide und sichtbar
  • Mehrere Objekte in einer Region = Konzentrationsrisiko
  • Politische Risiken (Regulierung, Steuern) steigen
  • 20-30% in liquiden, portablen Werten schaffen Balance
  • Mobile Sachwerte ergänzen Immobilien ideal

Der nächste Schritt

Sie müssen Ihre Immobilien nicht verkaufen. Aber Sie sollten verstehen, welche Optionen Sie haben – und wie Sie Ihr Portfolio sinnvoll ergänzen können.

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Über den Autor

Elisabeth Förster

Elisabeth Förster

Leiterin Mandantenbetreuung

Mit 15 Jahren Erfahrung in der Privatbank kennt sie die Sorgen vermögender Familien aus unzähligen Gesprächen.

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