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Vermögensschutz für freiberufler

Geld schützen für Freiberufler
Strategien und Methoden

Elisabeth Förster
Elisabeth Förster · Leiterin Mandantenbetreuung
freiberufler - Vermögensschutz

Geld schützen für freiberufler – Strategien und Methoden

Als Freiberufler tragen Sie ein Risiko, das Angestellte nicht kennen: Ihr gesamtes Einkommen hängt von Ihrer Person, Ihrem Ruf und Ihrer Leistungsfähigkeit ab. Was wir in der Beratung erleben, ist, dass erfolgreiche Freiberufler oft erst spät erkennen, wie konzentriert ihre Risiken sind – und wie wenig die Standard-Empfehlungen der Finanzbranche zu ihrer Situation passen.

Ihre besondere Situation

Als Angehöriger dieser Berufsgruppe stehen Sie vor spezifischen Herausforderungen beim Thema Geld schützen für Freiberufler.

Typische Auslöser

Viele Mandanten fragen uns erst dann um Rat, wenn ein konkretes Ereignis sie aufgerüttelt hat:

  • Haftungsfall oder -drohung: Ein Mandant, ein Projekt oder eine Situation, die plötzlich das gesamte Vermögen gefährdet
  • Gesundheitliche Probleme: Die Erkenntnis, dass bei Arbeitsunfähigkeit nicht nur das Einkommen wegfällt, sondern auch keine Absicherung da ist
  • Steuerprüfung: Der Moment, in dem klar wird, wie schnell der Staat auf alle sichtbaren Vermögenswerte zugreifen kann
  • Wirtschaftliche Unsicherheit: Inflation, Bankenkrise oder Systemrisiken, die das mühsam aufgebaute Vermögen bedrohen
  • Familienzuwachs: Plötzlich geht es nicht mehr nur um Sie, sondern um die Absicherung der Familie

Besondere Risiken

Ihre Situation unterscheidet sich fundamental von der eines Angestellten:

Konzentration auf eine Einkommensquelle: Ihr gesamtes Einkommen hängt von Ihrer Arbeitskraft ab. Fällt diese aus, gibt es keine Gehaltsfortzahlung oder betriebliche Absicherung.

Persönliche Haftung: Als Freiberufler haften Sie oft mit Ihrem gesamten Privatvermögen. Ein einziger Haftungsfall kann jahrzehntelangen Vermögensaufbau vernichten.

Sichtbarkeit des Vermögens: Geschäftskonten, Honorarforderungen und Betriebsvermögen sind für Gläubiger und Behörden leicht identifizierbar und pfändbar.

Keine institutionelle Rückendeckung: Während Angestellte auf Sozialversicherung, Betriebsrente und Kündigungsschutz setzen können, stehen Sie allein da.

Warum Standard-Lösungen oft nicht passen

Die meisten Vermögensberater verstehen die Besonderheiten freiberuflicher Tätigkeit nicht. Sie empfehlen dieselben Portfolios wie Angestellten – und übersehen dabei fundamentale Unterschiede:

Das Liquiditätsproblem: Freiberufler brauchen oft kurzfristig größere Summen – für Investitionen, Überbrückung von Auftragsflauten oder unerwartete Ausgaben. Langfristige Anlagen mit Kündigungsfristen passen nicht.

Das Diversifikationsmärchen: "Diversifizieren Sie Ihr Portfolio" – aber Ihr Hauptrisiko liegt nicht in der Vermögensverteilung, sondern in der Einkommenskonzentration. Wenn Ihr Geschäft stockt, nützen Ihnen 20 verschiedene Aktien wenig.

Die Haftungsfalle: Normale Anlagen sind pfändbar und sichtbar. Im Haftungsfall oder bei steuerlichen Problemen können Behörden und Gläubiger darauf zugreifen.

Systemabhängigkeit: Ihre Bedenken bezüglich der Stabilität des Finanzsystems sind berechtigt, und klassische Anlagen verstärken diese Abhängigkeit nur.

Maßgeschneiderte Strategien

Effektiver Vermögensschutz für Freiberufler erfordert einen anderen Ansatz. Es geht nicht primär um Rendite, sondern um Sicherung und Verfügbarkeit.

Strategie 1: Der Kern-Satelliten-Ansatz

Der Grundgedanke: Teilen Sie Ihr Vermögen in zwei Bereiche:

  • Kern (60-70%): Absolute Sicherheit, bankenunabhängig, nicht pfändbar
  • Satelliten (30-40%): Liquidität für Geschäft und Lebenshaltung

Für den Kern eignen sich physische Edelmetalle oder hochwertige Sachwerte, die außerhalb des Bankensystems verwahrt werden. Diese sind bei ordnungsgemäßer Struktur auch vor Haftungsansprüchen geschützt.

Der Satellitenbereich umfasst Geschäftskonten, kurzfristige Anlagen und eine Liquiditätsreserve für 6-12 Monate.

Strategie 2: Die Portabilitätsstrategie

Viele erfolgreiche Freiberufler sind ortsunabhängig oder denken über Auswanderung nach. Hier ist Portabilität entscheidend:

Physisches Gold: International anerkannt, aber voluminös bei größeren Beträgen

Investmentdiamanten: Höchste Wertdichte, diskret transportierbar, aber erfordern Expertise beim Kauf

Internationale Strukturen: Vermögen in stabilen Jurisdiktionen, die auch bei politischen Veränderungen zugänglich bleiben

Es ist verständlich, dass Sie als Freiberufler Flexibilität schätzen. Diese Strategie erhält Ihre Mobilität, während sie Ihr Vermögen schützt.

Strategie 3: Der Schutz vor Inflation und staatlichem Zugriff

Freiberufler sind besonders exponiert gegenüber:

  • Inflation: Ihre Honorare steigen oft verzögert, während Kosten sofort anziehen
  • Steuererhöhungen: Als Gutverdiener sind Sie primäres Ziel für Steuererhöhungen
  • Vermögensabgaben: Bei Staatsschuldenkrisen werden oft Vermögensabgaben diskutiert

Sachwerte außerhalb des Bankensystems bieten Schutz vor diesen Risiken. Sie sind nicht von der Geldpolitik abhängig und für Behörden schwer greifbar.

Fallbeispiel aus der Praxis

Ein Unternehmensberater mit einem Vermögen von 800.000 Euro kam zu uns, nachdem ein Mandant Schadensersatzansprüche geltend gemacht hatte. Seine gesamten Ersparnisse lagen auf Geschäfts- und Privatkonten – vollständig pfändbar.

Unsere Lösung:

  • 500.000 Euro in physisches Gold, verwahrt in einem Hochsicherheitslager in der Schweiz
  • 200.000 Euro in eine Liquiditätsreserve für Geschäft und Lebenshaltung
  • 100.000 Euro als "Puffer" für unvorhergesehene Ausgaben

Der Rechtsstreit dauerte zwei Jahre. Während dieser Zeit konnte er sein Geschäft normal weiterführen, da die Liquiditätsreserve ausreichte. Das Gold blieb unangetastet und war nach Beilegung des Streits wieder voll verfügbar.

Ohne diese Struktur hätte der Rechtsstreit nicht nur sein Vermögen, sondern auch seine Geschäftsfähigkeit gefährdet.

Was Sie jetzt tun können

Sofortmaßnahmen (nächste 30 Tage)

  1. Risikoanalyse: Listen Sie alle Szenarien auf, die Ihr Vermögen gefährden könnten – Haftung, Krankheit, Auftragsmangel, Inflation

  2. Vermögensaufteilung überprüfen: Wie viel liegt auf pfändbaren Konten? Wie schnell könnten Behörden oder Gläubiger darauf zugreifen?

  3. Liquiditätsbedarf kalkulieren: Wie viel brauchen Sie mindestens für 12 Monate Geschäft und Lebenshaltung?

Mittelfristige Schritte (nächste 3-6 Monate)

  1. Schutzstrategie entwickeln: Basierend auf Ihrer Risikoanalyse eine Aufteilung zwischen Sicherheit und Liquidität festlegen

  2. Alternative Anlagen prüfen: Welche Sachwerte passen zu Ihrer Situation und Ihren Zielen?

  3. Rechtliche Struktur optimieren: Haftungsschutz und Vermögensschutz sind oft miteinander verknüpft

Viele Mandanten fragen uns: "Ist das nicht übertrieben für meine Situation?" Die Antwort ist: Sie haben jahrelang hart gearbeitet, um Ihr Vermögen aufzubauen. Es in einer Struktur zu halten, die bei jedem Rechtsstreit oder jeder Krise gefährdet ist, das ist das wahre Risiko.

Der erste Schritt

Wenn Sie bereit sind, Ihr Vermögen systematisch zu schützen, beginnen wir mit einer unverbindlichen Analyse Ihrer Situation. Dabei schauen wir:

  • Welche Risiken bestehen konkret in Ihrem Fall?
  • Wie ist Ihr Vermögen aktuell strukturiert?
  • Welche Schutzmaßnahmen passen zu Ihren Zielen?
  • Wie können wir Sicherheit und Liquidität optimal ausbalancieren?

Der Vermögensschutz für Freiberufler ist kein Standardprodukt – er muss zu Ihrer individuellen Situation passen. In einem ersten Gespräch entwickeln wir gemeinsam eine Strategie, die Ihnen die Sicherheit gibt, sich wieder voll auf Ihr Geschäft konzentrieren zu können.

Weitere Informationen zu den verschiedenen Ansätzen finden Sie in unserem Überblick über Geld anlegen und Vermögensschutz-Strategien.

Über den Autor

Elisabeth Förster

Elisabeth Förster

Leiterin Mandantenbetreuung

Mit 15 Jahren Erfahrung in der Privatbank kennt sie die Sorgen vermögender Familien aus unzähligen Gesprächen.

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