Geld anlegen
Geld sicher anlegen 2026
Die besten Strategien für das aktuelle Jahr


Das wirtschaftliche Umfeld 2026
Das Jahr 2026 stellt Anleger vor konkrete Herausforderungen: Anhaltende Inflationssorgen, geopolitische Unsicherheiten und eine Neubewertung von Risiken prägen das Bild. Die Zinsen sind gestiegen, aber die Realzinsen bleiben negativ.
Was bedeutet das für Menschen, die ihr Vermögen sicher anlegen möchten? Vor allem eines: Die Strategien von gestern funktionieren heute möglicherweise nicht mehr.
Die neue Realität der Zinsen und Inflation
Nach Jahren der Nullzinspolitik haben die Zinsen wieder angezogen. Doch die entscheidende Frage lautet: Reichen die Zinsen aus, um die Inflation zu schlagen?
Realzins = Nominalzins - Inflation
Wenn Sie 3% auf Ihr Festgeld bekommen, die Inflation aber bei 4% liegt, verlieren Sie real weiterhin Kaufkraft. Diese Rechnung sollten Sie bei jeder Anlageentscheidung im Hinterkopf behalten.
Was vermögende Familien anders machen
Wohlhabende Familien und institutionelle Anleger haben ihre Strategien längst angepasst. Einige bemerkenswerte Trends:
Erhöhte Sachwertquote
Viele vermögende Familien halten heute einen höheren Anteil an Sachwerten als noch vor zehn Jahren. Gold, Kunst, Sammlerstücke und alternative Anlagen gewinnen an Bedeutung. Der Grund: Diese Werte bieten Schutz vor Inflation und Systemrisiken.
Geografische Streuung
Die Konzentration des gesamten Vermögens in einem Land oder Währungsraum wird zunehmend als Risiko wahrgenommen. Internationale Diversifikation über Grenzen hinweg ist Standard geworden.
Liquiditätsmanagement
Paradoxerweise halten viele vermögende Anleger mehr Liquidität als früher. Der Grund: In unsicheren Zeiten möchte man handlungsfähig bleiben und Chancen nutzen können.
Praktische Strategien für 2026
1. Die Vermögensstruktur überprüfen
Beginnen Sie mit einer ehrlichen Bestandsaufnahme:
- Wie viel Prozent Ihres Vermögens liegt bei Banken?
- Welchen Anteil machen Sachwerte aus?
- Wie diversifiziert sind Sie wirklich?
- Welche Liquidität benötigen Sie kurz-, mittel- und langfristig?
2. Inflationsschutz priorisieren
Die größte Gefahr für konservative Anleger ist nicht der spektakuläre Crash, sondern die schleichende Entwertung durch Inflation. Prüfen Sie, ob Ihre Anlagen langfristig zumindest die Kaufkraft erhalten.
Traditionelle Inflationsschützer:
- Physische Edelmetalle
- Immobilien (mit Einschränkungen)
- Rohstoffnahe Anlagen
- Unternehmensbeteiligungen an preissetzungsstarken Firmen
3. Systemrisiken bedenken
Die Finanzkrise 2008 und nachfolgende Turbulenzen haben gezeigt: Auch scheinbar sichere Strukturen können unter Druck geraten. Ein Teil des Vermögens außerhalb des Bankensystems kann als Versicherung dienen.
4. Liquiditätspuffer aufbauen
Halten Sie genügend schnell verfügbare Mittel:
- 3-6 Monatsausgaben als eiserne Reserve
- Zusätzliche Liquidität für unerwartete Chancen oder Notfälle
- Gestaffelt bei verschiedenen Instituten
Was Sie 2026 vermeiden sollten
Zu lange Bindungen
In einem Umfeld, das sich schnell ändern kann, sind sehr lange Bindungsfristen riskant. Bleiben Sie flexibel und handlungsfähig.
Blindes Vertrauen in "sichere" Anlagen
Hinterfragen Sie, was "sicher" wirklich bedeutet. Sichere Anlageformen sind nicht automatisch vor allen Risiken geschützt.
Prokrastination
Viele Menschen schieben finanzielle Entscheidungen auf. Doch die Zeit arbeitet gegen Sie, wenn Ihr Vermögen unter der Inflationsrate verzinst wird. Handeln Sie, statt abzuwarten.
Die Bedeutung von Beratung
In komplexen Zeiten ist qualifizierte Beratung wertvoller denn je. Ein guter Berater hilft Ihnen:
- Ihre persönliche Situation objektiv zu analysieren
- Blinde Flecken zu erkennen
- Strategien auf Ihre Ziele abzustimmen
- Emotionale Entscheidungen zu vermeiden
Ein realistischer Blick nach vorne
Niemand kann die Zukunft vorhersagen. Weder die Entwicklung der Zinsen noch die Inflation oder geopolitische Ereignisse. Deshalb ist die wichtigste Strategie eine robuste Aufstellung, die verschiedenen Szenarien standhält:
Szenario 1: Alles bleibt stabil Ihr diversifiziertes Portfolio entwickelt sich ordentlich, Sachwerte halten den Wert.
Szenario 2: Inflation steigt weiter Sachwerte und inflationsgeschützte Anlagen kompensieren Verluste bei Geldwerten.
Szenario 3: Finanzmarktkrise Physische Werte außerhalb des Systems bieten Sicherheit und Liquidität.
Ihr nächster Schritt
Beginnen Sie mit der Bestandsaufnahme. Verstehen Sie Ihre aktuelle Vermögensstruktur und identifizieren Sie Schwachstellen. Informieren Sie sich über die Grundlagen der Diversifikation und über konkrete Vermögensschutz-Strategien.
Wer sein Vermögen vor Inflation schützen möchte, findet in unserem Artikel Schutz gegen Inflation weiterführende Informationen.
Die Zahlen für 2026 (Februar)
| Anlageform | Nominalzins | Realzins (bei 3% Inflation) |
|---|---|---|
| Tagesgeld | 2,0-2,5% | -0,5 bis -1,0% |
| Festgeld 1 Jahr | 2,5-3,0% | -0,5 bis 0% |
| Bundesanleihe 10J | 2,3% | -0,7% |
| Gold | +25%/Jahr* | +22%/Jahr |
*5-Jahres-Durchschnitt
Der eine Tipp für 2026
Verschieben Sie 10-15% Ihres liquiden Vermögens in Sachwerte – auch wenn Ihr Bankberater das nicht empfiehlt. Er verdient an Tagesgeld und Fonds. An Gold verdient er nichts.
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Über den Autor

Dr. Markus Hartmann
Leiter Vermögensstrategie
Berät Unternehmerfamilien seit über 20 Jahren zu Fragen der generationenübergreifenden Vermögenssicherung.
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